Vom Gestern zum Heute

Spinnwetterngeschichte ist nicht nur traditionelle Basler Handwerks- und Personengeschichte, sondern auch Basler Kulturgeschichte. Der Alltag der Zunftbrüder ausserhalb von Arbeit und Beruf - bei politischer Pflichterfüllung, in froher Gemeinschaft auf der Zunftstube, bei Not, Krankheit und Tod in der Bruderschaft, bei Kriegsgefahr, Feueralarm, Wasserflut und Fronarbeit im Dienst an der Allgemeinheit oder bei der volkstümlichen Darbietung von Küfertanz, Münsterturmbesteigen, Gesellenumzüge und Aufrichtungen - führt, anekdotisch angereichert durch ergötzliche Kuriositäten, lebendig und historisch fundiert aus der Vergangenheit in die Gegenwart und unterstreicht die Bedeutung der Zünfte auch in der heutigen Zeit.

Über 750 Jahre sind seit der Gründung der Bauleutezunft, deren Zunftbrief von 1248 noch vorhanden ist, vergangen. Dreiviertel Jahrtausend ist eine lange Zeit. Wenn man sich da in der Geschichte zurückbesinnt, hat diese Zunft schon viele politische, wirtschaftliche und kriegerische Wirrnisse und Veränderungen überlebt, nach dem Motto: "Gebaut wird immer", das ist ein Grundbedürfnis des Menschen, es fragt sich nur wie und wie viel. Als äusseres Zeichen des Aufbruchs in ein neues Jahrhundert, ja in ein neues Jahrtausend, und die Inangriffnahme des letzten Viertels des ersten Jahrtausends der E. Zunft zu Spinnwettern haben die Zunft im Rahmen ihres 750-Jahre-Jubiläums veranlasst, das Zunftwappen, das in der Tradition bestehen bleiben wird, mit einem neuzeitlich gestalteten zukunftsweisenden Signet zu ergänzen. Die öffentliche Erscheinung wie auch Briefschaften und ein neuer Zunftpin tragen seither dieses Signet. Im gleichen Zusammenhang erschien auch ein neues, vom Basler "Stadthistoriker" Eugen A. Meier gestaltetes Zunftbuch.

 
  Meisterkette

Zunftbrief von 1248

Wappen Meisterkette